Bezogen auf die Sitzpositionen machen unterscheiden wir unsere Grundpositionen in mindestens 4 Positionsgruppen Blinds/ Early / Middle / Late Position . Diese Gruppierung lässt sich aber noch auf 3 oder sogar 5 Gruppen ändern.
3 Gruppen
Early(SB/BB/UTG/UTG+1), Middle(MP1/MP2/MP3), Late(CO/BU)
4 Gruppen
Blinds(SB/BB), Early(UTG/UTG+1), Middle(MP1/MP2/MP3), Late(CO/BU)
5 Gruppen
Blinds(SB/BB), Early(UTG/UTG+1), Middle(MP1/MP2/MP3), Late(CO), BU
Am geläufigsten ist die Variante mit 4 Gruppen, in der die Blinds separat laufen und der CO und BU in in die LP gefasst werden. Die oben aufgeführten Gruppen beziehen sich auf einen FR Tisch mit 9 Spielern. Reduzieren wir die Spieler Anzahl, so reduzieren wir die Middle Position bzw. die Early Position(Middle/Early/Middle), somit landen wir dann auf 6 Spieler, einem sogenannten Short Handed Tisch.
Was ist der Unterschied zwischen IP und OOP ?
In vielen Bereichen sprechen wir davon das wir IP oder OOP sind. IP bedeutet wir sind „In Position“ auf unseren Gegner, das heißt wir dürfen nach dem Gegner handeln. OOP bedeutet „Out of Position“ also unser Gegner hat Position auf uns und wir müssen zuerst handeln.
Absolute Position
Wenn wir Position auf unseren Gegner haben, dann besitzen wir das Recht nach unserem Gegner zu agieren, das ist ein sehr wichtiger Vorteil. Welche Vorstellung Ihr derzeitig auch immer von Position habt, vermutlich wird der Wert noch immer Unterschätzt. Schlimmer noch, viele Spieler denken gar nicht darüber nach das sie IP sind und machen keinen Unterschied ob sie eine Hand IP oder OOP spielen.
Wenn wir IP sind haben wir zB. Den Vorteil das wir sehen können was unser Gegner vor uns macht. Zusätzlich haben wir die Möglichkeit zu entscheiden ob noch eine weitere Bet in den Pot wandert oder nicht. Wir kontrollieren in dem Fall so gesehen das Wachstumsverhalten des Pots. Wenn der Gegner z.B. checkt und plant eine Bet von uns zu callen, dann haben wir IP immer noch die Entscheidungsfreiheit ob wir setzen oder nicht, was einen Pot unter Umständen exponentiell ansteigt oder nicht.
-Man kann Pots besser stehlen
-Es ist schwerer aus dem Pot geblufft zu werden
-Man kann seinen Stack nutzen um mit einem All-In zu drohen
-Man kann bei viel Aktion vor einem mittelmäßige Hände folden ohne viel Chips zu verlieren
Es gibt eine einfache Regel: „Out of Position = Out of Action“
Wenn man keine Position hat sollte der erste und zweite Gedanke erstmal Fold sein. Wenn man Position hat kann man wesentlich mehr Hände spielen. Der Gedanke „Out of Position = Out of Action“ hat auch zur Folge das man auch dazu bereit sein muss seine Blinds aufzugeben, da man spätestens auf dem Flop OOP ist.
All diese Aussagen beziehen sich auf die „absolute Position“, also die Position die wir zum Button haben. Nun gibt es aber auch die „relative Position“. Relative Position bedeutet umittelbar rechts von dem Spieler zu sitzen, der wahrscheinlich als erster betten und die Setzrunde eröffnen wird. Dann können wir abwarten wie alle anderen Spieler reagieren bevor wir selbst handeln müssen. Manchmal ist es nützlicher eine relative Position zu haben(siehe Beispiel) als eine absolute Position. In den meisten Fällen ist es jedoch besser eine absolute Position auf die Gegner zu haben.
Den kompletten Artikel inkl. Beispiel findet Ihr im Forum